Tí Siamas – Nationalzentrum für traditionelle Musik
Diese bahnbrechende Ausstellung untersucht die verschiedenen Erscheinungsformen der traditionellen Musik von Wales und stellt auch die Geschichte ihrer Entwicklung, ihre gegenwärtige Erscheinungsformen und die Möglichkeiten für ihre Zukunft dar.
Wir erforschen den Ursprung walisischer Musik mit ihren Wurzeln tief in der keltischen Welt, und verfolgen ihr Schicksal die Jahrhunderte hindurch: ihre Rolle in den fürstlichen Höfen im frühen Mittelalter, die Jahrhunderte der Kämpfe gegen die englischen Könige, die Aufnahme fremder Musikstile und die Jahre von Verfall und Vernachläßigung infolge einer Änderung der Anstellungen in Wales, und die jüngsten Anfänge einer Neubelebung der Volksmusik.
Das Herz der Ausstellung ist die Gechichte der Instrumente, die die walisisiche Musik definieren, und die eine Wiederbelebung ihrer Beliebtheit genießen. Zu Zeiten des Aufstiegs der klassischen Musik, als sich Europa ihrer mittelalterlichen Vergangenheit den Rücken kehrte, wurden einige davon fast völlig vergessen. Unsere Besucher im Tí Siamas werden Pibgorn, Crwth und Harfe kennenlernen, sowie eine Schar von anderen ungewöhnlichen Musikinstrumenten, die in Wales üblich waren.
Wir untersuchen auch die erstaunliche Breite und Vielfalt der Musik und Tänze von Wales, von den formellen Liedern der fürstlichen und königlichen Höfen bis hin zu den heimatlichen Weisen und Volkslieder. Wir erwägen auch die Musik, die eine ganze Gemeinschaft zusammenhalten kann: Teile der Ausstellung erörtern walisische Volkssitten, die auch heute noch die Nation kennzeichnen. Die Rolle der anglikanischen und der protestantischen Kirchen in der Geschichte der walisischen Musik wird diskutiert, sowie der Konflikt zwischen verschiedenen Traditionen in der Sphäre der walisisischen Musik; der Besucher wird gefördert, sich mit den Kontroversen abzufinden, die die Debatten innerhalb walisischer Musikgemeinschaften beleben.
Wir feiern auch einige der Helden der walisischen Musik - Menschen, dessen Fürsorge und Zielstrebigkeit geholfen haben, traditionelle Lieder und Tänze vor den gefährlichsten Bedrohungen zu bewahren. Diese Menschen sind keineswegs bloß Persönlichkeiten einer fernen Vergangheit bzw. einer Zeit, wo die walisische Kultur schlimmen Vorurteilen ausgesezt war; vielen unter ihnen sind auch heute noch sehr aktiv, und Tí Siamas erkennt ihre Energie und Begeisterung. Tí Siamas will es klar machen, daß die walisische Musik eine lebendige Tradition darstellt, keineswegs auf Bücher und akademische Gelehrsamkeit beschränkt.
Sämtliche Elemente werden im Zusammenhang mit der walisischen Landschaft dargestellt, insbesondere der dieser Grafschaft von Meirionnydd, einer Region von der größten Bedeutung für die Behütung der Sprache und Kultur von Wales.
Die Ausstellung nützt die Vorteile der modernsten Technologie, und verwendet statische und bewegliche bildliche Darstellungen sowie eine ganze Reihe von Tönen und taktilen Ausstellungsgegeständern, um Aspekte dieser wenig bekannten doch dynamischen und vielfältigen Kultur in die Reichweite von Besuchern aller Altersgruppen und Hintergründen zu setzen. Die Ausstellung ist besonders gestaltet, um die Bedürfniße derjenigen Gäste, für welche die Kultur von Wales völlig unbekannt ist. Das Zentrum will den Besucher begeistern und ermutigen, mehr über walisischen Musik zu lernen und ihnen auch mittels Verbindungen zu künftigen Konzerten und Vorführungen sowie zu anderen Informationsquellen die Möglichkeit bieten, ihre Verbindung zur Musik von Wales zu ertiefen und erweitern.